Vollständige Beschreibung
Dieser edle Geigenbogen von Marc Laberte, der um 1950 in Mirecourt gefertigt wurde, ist ein eindrucksvolles und zuverlässiges Beispiel für die Handwerkskunst französischer Werkstätten aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er wurde in der angesehenen Tradition von Laberte-Humbert Frères hergestellt und spiegelt die disziplinierte Bauweise sowie die praktische Raffinesse wider, die Mirecourt-Bögen bei professionellen Musikern so beliebt machten. Der runde Bogenstiel ist aus feinem, orange-braunem Pernambuco-Holz von ausgezeichneter Dichte und Festigkeit geschnitzt. Die Holzauswahl gewährleistet Festigkeit und strukturelle Stabilität und verleiht dem Bogen einen souveränen und robusten Charakter. Der Bogenkopf ist in einem kräftigen und leicht eckigen Stil geformt, klar definiert und dennoch gut proportioniert, wodurch übermäßige Masse vermieden wird, während die Klarheit der Konturen erhalten bleibt. Der mit Silber beschlagene Bogen verfügt über einen traditionellen Frosch aus Ebenholz, der mit einem Pariser Ösenverschluss und einem einteiligen Silberknopf versehen ist. Die handwerkliche Ausführung ist durchweg sauber und präzise, und dieses besondere Exemplar befindet sich in ausgezeichnetem Zustand, wobei seine ursprüngliche Integrität und ästhetische Ausgewogenheit erhalten geblieben sind. Beim Spielen bietet der Bogen Beständigkeit und Zuverlässigkeit, mit einem robusten Kern und gleichbleibendem Ansprechverhalten. Er ermöglicht eine sichere Artikulation und stabile Kontrolle über die gesamte Saite hinweg, wodurch er sich besonders für den Orchestergebrauch sowie für Musiker eignet, die bei ihren täglichen Auftritten Kraft und Zuverlässigkeit suchen. Als sehr schönes Beispiel für Marc Labertes Produktion in Mirecourt stellt dieser Bogen einen soliden und authentischen Ausdruck der französischen Bogenbaukunst der Mitte des Jahrhunderts dar – praktisch, gut verarbeitet und musikalisch wirkungsvoll.
