Vollständige Beschreibung
Dieses meisterhafte Cello ist eine inspirierte Nachbildung eines Joseph Filius Andrea Guarneri aus den 1690er Jahren und spiegelt die einzigartigen Merkmale seiner Werke aus der frühen bis mittleren Schaffensphase wider. Das Instrument zeichnet sich durch eine etwas kürzere Korpuslänge aus, die durch rundere, breitere Schultern ergänzt wird, was ihm eine unverwechselbare, fast quadratische Form verleiht. Die Deckklaffe aus Val-di-Fiemme-Fichte mit mittelbreiter Maserung bietet eine außergewöhnliche Resonanz. Der einteilige, aus einem Stück geschnittene Boden aus bosnischem Ahorn mit dezenten, eleganten Flammenmustern unterstreicht die optische Anziehungskraft des Cellos und betont dessen großzügige, volle Wölbung sowie die raffinierte Kontur. Mit einem rotbraunen Öl-Kolophonium-Lack auf goldbrauner Grundierung versehen, präsentiert das Instrument eine gealterte Patina, die die vom Instrumentenbauer hinterlassenen Werkzeugspuren hervorhebt und damit der spontanen und ausdrucksstarken Handwerkskunst der Familie Guarneri Tribut zollt. Die Schnecke ist filigran geschnitzt und etwas kleiner gehalten; sie strahlt Finesse aus, während das Design des Wirbelkastens gleichzeitig an Kraft gewinnt. Der Lack, der sich in den geschnitzten Details festgesetzt hat, verleiht der Schnecke ein warmes, weiches Erscheinungsbild – und unterstreicht damit die zeitlose Kunstfertigkeit, die in diesem außergewöhnlichen Instrument zum Ausdruck kommt.
