Geigenbauer
Paolo Antonio Testore

Italien, Mailand

Als jüngerer Sohn der Familie Testore zeichnen sich die Instrumente von Paolo Antonio durch einen zutiefst persönlichen, ausgeprägten Charakter aus. Die Analyse seines Schaffens lässt den Schluss zu, dass der Klang u... Mehr lesen

Über den Geigenbauer

Als jüngerer Sohn der Familie Testore zeichnen sich die Instrumente von Paolo Antonio durch einen zutiefst persönlichen, ausgeprägten Charakter aus. Die Analyse seines Schaffens lässt den Schluss zu, dass der Klang und das akustische Ergebnis für ihn bei der Herstellung der Instrumente im Vordergrund standen – noch vor ästhetischen Erwägungen. Seine besten Instrumente stellen ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Mailänder Geigenbauschule dar.

Paolo Antonio wurde um 1690 in Mailand geboren und war der jüngere Sohn des Familienoberhaupts Carlo Giuseppe. Sein Schaffen war im Vergleich zu dem seines Vaters und seines älteren Bruders Carlo Antonio, mit dem er bis 1710 eng zusammenarbeitete, eher begrenzt. Die erheblichen Qualitätsunterschiede bei seinen Werken sind nicht auf eine Unbeständigkeit seiner handwerklichen Fähigkeiten zurückzuführen, da seine begabte Hand, die sich in seinen besten Instrumenten zeigt, nicht unbeständig sein könnte; vielmehr sind sie höchstwahrscheinlich auf die unterschiedlichen Qualitätsstufen der Instrumente zurückzuführen, die die Familie herstellte, um sie verschiedenen Kundengruppen anzubieten. Die Instrumente der Spitzenklasse zeichnen sich durch eine elegante und kunstvoll geschnitzte Wölbung, hochwertiges Holz und eine feine Lackierung, eine ursprünglich mit Einfassung versehene Rückseite sowie eine vollständig geschnitzte Schnecke aus. Demgegenüber wurden die ebenfalls üblichen, vermeintlich „niedrigeren“ Geigen aus schlichten Materialien gefertigt, manchmal aus heimischem Holz, mit einer dünneren Lackschicht, einer nachgeahmten Einfassung auf der Rückseite (von denen viele später von Restauratoren mit einer echten Einfassung versehen wurden) sowie einer schlichten, teilweise geriffelten Schnecke, die in schnellerer Arbeitsweise hergestellt wurde, um zu niedrigeren Preisen angeboten zu werden. Die Analyse seines Gesamtwerks lässt den Schluss zu, dass der Klang und das akustische Ergebnis bei der Herstellung der Instrumente für ihn im Vordergrund standen und nicht ästhetische Aspekte. Paolo Antonio starb 1767 in Mailand. Im Laufe seiner Karriere unterlag sein Schaffen verschiedenen Einflüssen. Diese reichten vom Stil, den er von seinem Vater und der Familie Grancino übernommen hatte, über die Anwesenheit von G.B. Guadagnini in der Stadt ab 1749 bis hin zu seiner späteren Zusammenarbeit mit Carlo Ferdinando Landolfi.

Interesse an Instrumenten dieses Geigenbauers?

Amorim Fine Violins berät Sie zu verfügbaren Stücken, exklusiven Gelegenheiten und Instrumenten aus dem Schaffen von Paolo Antonio Testore.

Aktuell verfügbar

Instrumente von Paolo Antonio Testore

Derzeit sind keine Instrumente verfügbar. Sprechen Sie mit unserem Team

Kuratiert von Amorim

Mehr als ein Angebot — eine bewusste Wahl

Jeder Geigenbauer, den wir vertreten, wird nach technischen, historischen und kommerziellen Kriterien ausgewählt. Jedes Instrument wird mit derselben Sorgfalt geprüft, dokumentiert und präsentiert wie eine Stradivari aus unserer eigenen Sammlung. Unsere Rolle ist beratend: Wir helfen Ihnen, das richtige Instrument zu finden, nicht einfach das, was gerade zum Verkauf steht.

Kontakt Aufnehmen

Suchen Sie Instrumente dieses Geigenbauers?

Paolo Antonio Testore — Italien, Mailand

Ob Sie einen Erwerb in Betracht ziehen, eine Anfertigung erwägen oder einfach neugierig auf die Arbeit von Paolo Antonio Testore sind — unser Team in Cremona begleitet das Gespräch gerne. Jede Anfrage ist persönlich — ohne Verpflichtungen, ohne Druck.