Über den Geigenbauer
Louis Morizot, ein Schüler von Eugene Cuniot und C.N. Bazin II., eröffnete 1919 seine eigene Werkstatt in Mirecourt. Morizot, der 1927 auf der „Exposition Artisanale“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, zeichnete sich durch seine handwerkliche Meisterschaft aus
Dies brachte ihm die Anerkennung als Meistergeigenbauer ein. Sein Vermächtnis, das von seinen Söhnen unter dem Namen „Morizot frères“ weitergeführt wurde, festigte den Einfluss der Familie in Mirecourt bis zur Schließung der Werkstatt im Jahr 1970.
Louis Morizot, Enkel des renommierten Bogenbauers Nicolas Maline, begann seine Laufbahn als Bogenbauer unter der Anleitung von Eugène Cuniot und später von C.N. Bazin II. Seine Zusammenarbeit mit dem renommierten Geigenbauer Eugène Sartory begann wahrscheinlich bereits weit vor dem Jahr 1919, in dem er seine eigene Werkstatt in der historischen Stadt Mirecourt gründete. Zu Beginn der 1920er Jahre wurde Louis von seinen Söhnen unterstützt, die gemeinsam als „Morizot frères“ bekannt waren und in die Fußstapfen ihres Vaters traten. Im Jahr 1927 wurde Louis Morizot für seine außergewöhnliche handwerkliche Meisterschaft mit einer prestigeträchtigen Auszeichnung geehrt, als ihm der erste Preis auf der „Exposition Artisanale“ verliehen wurde. Diese Auszeichnung festigte seinen Ruf als Bogenbaumeister von unvergleichlichem Können und Engagement. Trotz der Entscheidung seiner Söhne, sich 1937 selbstständig zu machen und eine eigene Werkstatt zu gründen, blieb Louis seiner Werkstatt treu und fertigte bis zu seinem Tod im Jahr 1957 weiterhin außergewöhnliche Bögen an. Das Erbe der Familie Morizot hallt in der gesamten Welt des Geigenbaus nach und festigt ihren Ruf als eine der einflussreichsten Familientraditionen in Mirecourt, neben den Familien Bazin und Ouchard, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie bei diesen anderen Werkstätten stützte sich auch Louis Joseph Morizot auf die Unterstützung seiner fünf Söhne, die später als „Morizot frères“ bekannt wurden, um eine beträchtliche Anzahl hochwertiger Konzertbögen herzustellen. Diese Brüder stellten weiterhin große Mengen an Bögen her und übernahmen zudem die Verantwortung für die Ausbildung geschickter Handwerker, darunter Roger François Lotte und Marcel Lapierre sowie Handwerker aus Paris wie Jean-Jacques Millant und Bernard Millant. Die Morizot-Werkstatt diente nach dem Zweiten Weltkrieg als fruchtbarer Boden für die Förderung der Talente der nachfolgenden Generation von Bogenbauern. Trotz ihrer bedeutenden Beiträge zur Kunst sah sich die Werkstatt jedoch während einer weiteren Wirtschaftskrise in den 1960er Jahren mit Schwierigkeiten konfrontiert. Leider führten diese Schwierigkeiten schließlich 1970 zur Schließung der Werkstatt. Dennoch lebt das Erbe der Familie Morizot durch die von ihr gefertigten außergewöhnlichen Bögen und die von ihr inspirierten und ausgebildeten Handwerker weiter. Louis Morizot gab nicht nur sein umfangreiches Wissen an seine fünf Kinder weiter, sondern fertigte auch Bögen von außergewöhnlicher Qualität, die für ihre hervorragende Spielbarkeit bekannt sind, und sicherte so sein bleibendes Vermächtnis auf dem Gebiet des Geigenbaus.
